Made in Portugal: Wer unsere Kleidung wirklich näht
"Made in Portugal" steht auf vielen Labels. Bei DIRTS bedeutet es: Wir kennen die Weberei, die Färberei und die Näherei persönlich – und die Menschen, die dort arbeiten, auch beim Namen.
Viele Marken drucken "Made in Portugal" auf ihre Etiketten, weil das Land für saubere Verarbeitung und kurze Wege innerhalb Europas steht. Was dahintersteckt, bleibt oft ein Firmenname auf einem Lieferschein. Wir wollten das anders machen und besuchen unsere Produktionsstätten regelmäßig selbst.
Der Weg unserer Kleidung: von der Türkei nach Portugal
Bevor ein Kleidungsstück in Portugal entsteht, beginnt alles in der Region um Kahramanmaraş in der Türkei. Dort wächst die Baumwolle (biologischer Anbau), die wir verwenden – ohne chemische Düngemittel, Pestizide oder Entlaubungsmittel. Mehr dazu im Artikel über Baumwolle aus biologischem Anbau.
Aus der Türkei geht das gesponnene Garn per Schiff nach Portugal. Erst dort wird aus dem Garn ein fertiges Kleidungsstück – in drei Schritten, die wir uns bei jedem Besuch genau ansehen.

Weberei: Aus Garn wird Stoff
In der Weberei laufen die Garne über große Rundstrickmaschinen zusammen und werden zu Stoff verarbeitet. Das klingt nach einem einzelnen Arbeitsschritt, ist aber der Punkt, an dem Grammatur, Dichte und Griff eines Stoffes entstehen – also genau das, was später darüber entscheidet, ob sich ein T-Shirt gut anfühlt oder nicht.

Färberei: Warum der Wasserkreislauf wichtig ist
Färben ist der wasserintensivste Schritt in der Textilproduktion. Unsere Färberei in Portugal fängt das genutzte Wasser in einem großen Tank auf, bereitet es auf und gibt es zurück in den Kreislauf, statt es einfach abzuleiten. Verwendet werden dabei ausschließlich Farbstoffe, die den GOTS-Standards entsprechen.
Das ist kein Detail, das auf jedem Etikett steht – aber genau der Unterschied zwischen einer Fabrik, die man einmal beauftragt hat, und einer, mit der man tatsächlich zusammenarbeitet.

Näherei: Handarbeit statt Fließband-Tempo
Die fertig gefärbten Stoffbahnen werden in der Näherei zugeschnitten und in vielen kleinen Arbeitsschritten von Hand zu den fertigen Kleidungsstücken vernäht. Bei unseren Besuchen sind wir bei genau diesem letzten Schritt oft dabei und nehmen die fertigen Teile direkt vor Ort in die Hand.
Die Menschen hinter "Made in Portugal"
Osman, Cecilia, Gracinda, Rosa, Ana, Margarida, Nuno, Nino, Paulo – das sind nur ein paar der Namen der Menschen, die unsere Kleidung tatsächlich herstellen. Wir nennen sie bewusst, weil "Made in Portugal" für uns keine Marketing-Zeile ist, sondern eine reale Lieferkette mit realen Gesichtern.
Mehr über unsere Produktion, die Betriebe und die Menschen dahinter findest du auf unserer Seite Made in Portugal.

Was "Made in Portugal" bei DIRTS konkret bedeutet
- Baumwollanbau: GOTS-zertifiziert, Kahramanmaraş/Türkei
- Weberei, Färberei, Näherei: Portugal
- Zertifikat: GOTS-11461
- Produktionsbesuche: mehrmals jährlich, persönlich vor Ort
- Seit: 2014
Kleidung "Made in Portugal" zu kaufen, heißt für uns nicht nur kürzere Transportwege innerhalb Europas. Es heißt, dass wir jeden Schritt kennen – und dass wir das auch zeigen können, statt es nur zu behaupten.